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Kennzeichen in der Schweiz: Kantone und Nummern

Stand: 01.09.2026

Schweizer Kennzeichen bestehen aus einem Kantonskürzel und einer Nummer, die dem Halter und nicht dem Fahrzeug gehört, weshalb sie bei einem Fahrzeugwechsel im selben Kanton mitgenommen werden kann.

Auf einen Blick

  • Zwei Buchstaben stehen für den Kanton, gefolgt von einer laufenden Nummer.
  • Alle 26 Kantone haben ein festes, eigenes Kürzel.
  • Das Kennzeichen gehört dem Halter und kann bei einem Fahrzeugwechsel mitgenommen werden.
  • Kurze, niedrige Nummern gelten als Statussymbol und werden teils versteigert.
  • Auch in der Schweiz gibt es ein Wechselschild für zwei Fahrzeuge.

Aufbau: Kantonskürzel und Nummer

Ein Schweizer Kennzeichen besteht aus zwei Buchstaben für den Kanton, gefolgt von einer laufenden Nummer, vergleichbar mit dem Kürzel-System der deutschen Kennzeichen-Liste. Das Kürzel steht am linken Rand über einem kleinen Kantonswappen, sodass sich jedes Fahrzeug sofort einem der 26 Kantone zuordnen lässt. Die Nummer selbst hat keine weitere Bedeutung, sie wird bei der Zulassung fortlaufend vergeben, kann aber gegen Gebühr auch gezielt gewählt werden.

Die Kennzeichen aller 26 Kantone

Jeder der 26 Schweizer Kantone hat ein eigenes, festes Kürzel:

KürzelKanton
ZHZürich
BEBern
LULuzern
URUri
SZSchwyz
OWObwalden
NWNidwalden
GLGlarus
ZGZug
FRFreiburg
SOSolothurn
BSBasel-Stadt
BLBasel-Landschaft
SHSchaffhausen
ARAppenzell Ausserrhoden
AIAppenzell Innerrhoden
SGSt. Gallen
GRGraubünden
AGAargau
TGThurgau
TITessin
VDWaadt
VSWallis
NENeuenburg
GEGenf
JUJura

Das Kennzeichen gehört dem Halter, nicht dem Fahrzeug

Der wichtigste Unterschied zum deutschen System betrifft die Zuordnung: In der Schweiz bleibt das Kennzeichen beim Halter und nicht beim Fahrzeug. Verkauft jemand sein Auto, nimmt er die Nummer mit und kann sie auf ein neues Fahrzeug übertragen lassen, sofern es im selben Kanton zugelassen wird. Das alte Fahrzeug erhält beim neuen Besitzer eine andere Nummer. Dieses Prinzip erklärt auch, warum manche Halter über Jahrzehnte dieselbe, oft kurze Nummer behalten.

Kleine Kennzeichen vorne und Versteigerung kurzer Nummern

Schweizer Fahrzeuge tragen vorne und hinten je ein Kennzeichen, wobei das vordere in der Regel etwas kleiner ausfällt als in Deutschland üblich. Besonders kurze, einstellige oder zweistellige Nummern gelten als Statussymbol und werden von manchen Kantonen regelmäßig versteigert, ein Prinzip, das an die Beliebtheit kurzer Kombinationen beim deutschen Wunschkennzeichen erinnert. Die Gebote für solche Nummern können weit über den üblichen Kosten einer regulären Zulassung liegen, ohne Gewähr auf einen festen Betrag, da jede Versteigerung anders verläuft.

Wechselschilder in der Schweiz

Wer mehrere Fahrzeuge besitzt, sie aber nicht gleichzeitig nutzt, kann in der Schweiz ein sogenanntes Wechselschild beantragen: ein Kennzeichen für zwei Fahrzeuge, die abwechselnd angemeldet werden. Das Prinzip ähnelt dem deutschen Wechselkennzeichen, unterscheidet sich aber in wichtigen Details, etwa bei der Besteuerung und der Versicherung. Einen ausführlichen Vergleich der beiden Systeme bietet der Ratgeber Wechselkennzeichen.

Häufige Fragen

Wie viele Buchstaben hat ein Schweizer Kennzeichen?

Immer zwei, sie stehen für den jeweiligen Kanton.

Bleibt das Kennzeichen beim Auto oder beim Halter?

Beim Halter, das ist der zentrale Unterschied zum deutschen System.

Kann ich meine Nummer bei einem neuen Auto behalten?

Ja, solange das neue Fahrzeug im selben Kanton zugelassen wird.

Warum werden manche Nummern versteigert?

Kurze, niedrige Nummern sind begehrt und werden von einigen Kantonen öffentlich versteigert.

Gibt es in der Schweiz auch ein Wechselkennzeichen?

Ja, das Wechselschild erlaubt zwei Fahrzeugen ein gemeinsames Kennzeichen.

Quellen

Straßenverkehrsgesetz (SVG), Verkehrszulassungsverordnung (VZV), Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV, Deutschland)