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Kennzeichen in Österreich: alle Kürzel im Überblick

Stand: 01.09.2026

In Österreich beginnt jedes Kennzeichen mit einem Bezirkskürzel und trägt zusätzlich das Wappen des Bundeslandes, während die weiße Grundfarbe mit rot-weiß-rotem Rand landesweit gleich bleibt.

Auf einen Blick

  • Das Kürzel steht für den politischen Bezirk oder die Statutarstadt.
  • Links auf der Tafel ist zusätzlich das Wappen des Bundeslandes angebracht.
  • Die Grundfarben sind Weiß mit schwarzer Schrift und einem rot-weiß-roten Rand.
  • Auch in Österreich lässt sich eine individuelle Kombination gegen Gebühr reservieren.
  • Landeshauptstädte tragen meist ein einzelnes Buchstabenkürzel wie W oder G.

Wie ist ein österreichisches Kennzeichen aufgebaut?

Ein österreichisches Kennzeichen beginnt mit einem oder zwei Buchstaben für den politischen Bezirk oder die Statutarstadt, gefolgt von einer Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Ganz links auf der Kennzeichentafel ist zusätzlich das Wappen des jeweiligen Bundeslandes angebracht, sodass sich ein Fahrzeug auf einen Blick sowohl dem Bezirk als auch dem Bundesland zuordnen lässt. Diese Kombination aus Kürzel und Landeswappen ist der auffälligste Unterschied zum deutschen System.

Die häufigsten Kennzeichen-Kürzel Österreichs

Die Bezirkskürzel reichen von einem einzelnen Buchstaben für die Landeshauptstädte, ähnlich den deutschen Kennzeichen mit einem Buchstaben, bis zu zwei Buchstaben für kleinere Bezirke. Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl bekannter Kürzel:

KürzelOrt
WWien
GGraz
LLinz
SSalzburg
IInnsbruck
KKlagenfurt
EEisenstadt
PSt. Pölten
BBregenz
WNWiener Neustadt
VIVillach
WEWels
DODornbirn
FKFeldkirch
BZBludenz
KUKufstein
VBVöcklabruck
BRBraunau am Inn
BNBaden
MDMödling

Farben und Gestaltung der Nummerntafel

Österreichische Kennzeichen sind weiß mit schwarzer Schrift und tragen am linken und rechten Rand einen schmalen Streifen in Rot-Weiß-Rot, den österreichischen Landesfarben. Diese Umrandung ist bei allen regulären Kennzeichen gleich und unterscheidet sich damit deutlich vom deutschen Kennzeichen, das keine durchgehend farbige Umrandung kennt. Zusätzlich ist die blaue EU-Kennung mit dem A für Austria auf der linken Seite angebracht.

Wunschkennzeichen in Österreich

Auch in Österreich lässt sich, ähnlich wie beim deutschen Wunschkennzeichen, eine individuelle Buchstaben-Zahlen-Kombination gegen eine Gebühr reservieren. Innerhalb des vorgegebenen Aufbaus aus Bezirkskürzel und Zeichenfolge kann der zweite Teil weitgehend frei gewählt werden, solange die Kombination nicht gegen die guten Sitten verstößt und noch nicht vergeben ist. Die Reservierung erfolgt bei der zuständigen Zulassungsbehörde oder online über die jeweilige Landesplattform.

Unterschiede zum deutschen System

Wer beide Systeme vergleicht, erkennt schnell die Gemeinsamkeiten: Hier wie dort steht der erste Kennzeichenteil für eine Region. In Deutschland ist das ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt, in Österreich ein politischer Bezirk oder eine Statutarstadt, ergänzt um das Landeswappen. Eine vollständige Übersicht aller deutschen Kürzel und ihrer Landkreise bietet die Kennzeichen-Liste. Ein weiterer Unterschied liegt eben in diesem Landeswappen: Es ergänzt das Bezirkskürzel um eine sichtbare Zuordnung zum Bundesland, die es in dieser Form auf deutschen Kennzeichen nicht gibt.

Häufige Fragen

Wofür steht das Wappen auf dem Kennzeichen?

Es zeigt, zu welchem der neun Bundesländer das Fahrzeug gehört.

Ist ein Wunschkennzeichen in Österreich möglich?

Ja, gegen eine Gebühr lässt sich eine individuelle Kombination reservieren.

Warum haben manche Kürzel nur einen Buchstaben?

Die Landeshauptstädte wie Wien, Graz oder Linz erhielten die kürzesten, einbuchstabigen Kürzel.

Sind österreichische und deutsche Kennzeichen europaweit gleich lesbar?

Beide tragen die blaue EU-Kennung mit Ländercode, D für Deutschland und A für Österreich.

Ändert sich das Kürzel bei einem Umzug?

Das hängt vom neuen Zulassungsbezirk ab, da sich das Kürzel auf den jeweiligen Bezirk bezieht.

Quellen

Kraftfahrgesetz (KFG, Österreich), Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV, Deutschland), Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)